Erfreuliches Geschäftsjahr 2017

Gewaltiges Wachstum im Mobile (plus 28.9%) und TV-Bereich (plus 19.5%), markantes Wachstum in den Bereichen Telefonie (plus 11.8%), Kombi-Produkte (plus 7.9%) und Internet (plus 5.5%). Erfolgreiche Verteidigung der Grundanschlüsse im Schweizer Vergleich und zukunftsorientierte Projekte prägten das Geschäftsjahr 2017 der Valaiscom.

IP-TV

Interaktives Fernsehen hat sich in den letzten Jahren innerhalb des Fernsehmarktes durchgesetzt. Heute bieten nahezu alle Provider ihren Kunden die Möglichkeit, die Fernsehinhalte interaktiv und auf mehreren Endgeräten zu konsumieren. Auch alternative Anbieter wie Netflix setzen auf diese Technologie und bieten ihre Produkte auf den Infrastrukturen der Accessprovider an. Die Valaiscom lancierte bereits im Jahre 2012 ihre erste IP basierte Plattform auf dem Oberwalliser Markt. Nach nun mehr als sechs Jahren und der technologischen Weiterentwicklung in diesem Bereich, war die Valaiscom gezwungen, die nächste Generation von IPTV auf den Markt zu bringen. Diese Entwicklung zieht Ersatzinvestitionen in nicht geringem Ausmass nach sich und ist mit hohen Kosten und einer kurzen Zeit für den benötigten Return on Investment (ROI) verbunden. Ende 2017 nutzten bei der Valaiscom 2'013 Kunden diesen interaktiven Fernsehdienst, was einem Wachstum von rund 19.5% enstpricht. 

Telefonie 

Entgegen der Marktsituation konnte die Valaiscom im Festnetzbereich ihren Kundenstamm weiter erhöhen, denn die Tendenz, dass der Kunde sich vermehrt mit einem oder mehreren mobilen Endgeräten pro Haushalt begnügt, setzt sich weiter fort. Diesen Umstand musste in diesem Jahr auch der grösste Anbieter in der Schweiz mit einem Verlust von rund 320'000 Festnetzanschlüssen schmerzhaft zur Kenntnis nehmen. Das absolute Wachstum betrug 336 Neukunden, was einem Zuwachs von rund 11.8% gleichkommt. Mit einem Total von 3'208 Telefoniekunden nutzen heute rund 49.6% aller Internetkunden die Festnetztelefonielösung der Valaiscom. 

Mobile 

Der Trend innerhalb der Telekommunikationsbranche hin zum Quadruple-Play-Anbieter setzt sich weiter fort. Kunden möchten alle Dienste jederzeit und überall empfangen und gleichzeitig all diese Dienste bei einem Anbieter aus einer Hand beziehen. Die Valaiscom verbreitet ihre Mobile Dienste heute über das Netz der Sunrise, welches auch in diesem Jahr wieder von Connect zum besten Netz der Schweiz gewählt wurde und folglich in den vergangenen Jahren den Rückstand zum Swisscom-Netz schliessen konnte. Der Markt im Mobile Bereich erwies sich auch im letzten Jahr als sehr heterogen und die Produktanpassungen unterliegen einem viel kürzeren Zyklus als im Festnetz Bereich. Diese Anpassungen setzten die Valaiscom immer wieder unter Druck, da sie bei der mobilen Infrastruktur über kein eigenes Netz verfügt und somit auf die Verhandlungsmöglichkeiten der jeweiligen Anbieter angewiesen ist. In diesem für die Valaiscom noch jungen Marktgebiet konnte auch im vergangenen Jahr ein Wachstum realisiert werden, sodass auf Ende 2017 661 Kunden ihre mobilen Dienste bei ihr beziehen. Die Veränderung zum Vorjahr macht ein Wachstum von 28.9% aus. 

Internet 

Das Wachstum der Valaiscom widerspiegelt sich auch im vergangenen Jahr wiederum im Kundenzuwachs bei den IP-Produkten. Heute nutzen bereits 6'464 Kunden das Internet der Valaiscom, was einen erneuten Zuwachs von rund 5.5% gleichkommt. 

Kombi-Produkte 

Die Bündelung aller Dienste und die damit verbundene Veränderung des Kaufverhaltens der Kunden, sich jeweils nur noch für einen Dienstanbieter zu entscheiden, hält weiter an und prägt den gesamten Telekommunikationsmarkt. Unter dem Namen «All-in-One» bietet die Valaiscom ihren Kunden das Internet, Digital TV oder IP-Fernsehen, die Festnetz- sowie die Mobiletelefonie in einem Bundel zu einzigartigen Preisen an. Das weitere Wachstum der Kombi-Produkte im Geschäftsjahr 2017 bestätigt der Valaiscom den eingeschlagenen Weg. Heute bedient die Valaiscom 3'351 Kunden mit Kombi-Produkten, was einem Wachstum von 7.9% entspricht. 

Grundanschlüsse 

Auch das Geschäftsjahr 2017 stand weiterhin im Zeichen der konsolidierten Anschlüsse. Erschwerend für die Valaiscom erweist sich auch der Umstand dar, dass sich auf der neu gebildeten Glasfaserinfrastruktur der DANET neue Anbieter auf dem Oberwalliser Markt zeigen. Auch wenn sich diese neuen Anbieter nicht in der erwarteten Stärke ausbreiten können, nehmen sie dennoch einen entsprechenden Einfluss auf die Entwicklung der bestehenden Anbieter ein. Durch die erwähnten Marktveränderungen resultiert im Geschäftsjahr 2017 ein absoluter Verlust von 485 Grundanschlüssen, was ein Minus von 3% ausmacht. Im Vergleich zur Gesamtentwicklung der im Schweizer Markt relevanten Anbieter im Telekommunikationsmarkt kann die Valaiscom auf eine durchwegs erfolgreiche Verteidigung ihrer Grundanschlüsse zurückblicken. Die Valaiscom beliefert auf Ende Dezember 2017 in den sieben Gemeindenetzen 15'224 Kunden mit ihren Fernsehdiensten, wovon heute 724 Kunden via Glasfaser der DANET an unsere Dienste angeschlossen sind. 

Digitalisierung 

Der Begriff «Digitalisierung» wird beinahe inflationär jeden Tag von irgendeiner Stelle verwendet. Er wird mit verschiedenen Erwartungen verbunden und löst auf der anderen Seite auch diffuse und teilweise berechtigte Ängste aus. Fakt ist, dass unsere Welt noch einmal einem grossen Umbruch entgegengeht. In der Telekommunikation ist die Digitalisierung schon längst Alltag geworden. Das analoge Zeitalter wurde durch das digitale abgelöst. Die Datenübermittlung und die Verbreitung von Rundfunk- und TV-Programmen erfolgen heute per IP. In der Zukunft werden aber immer noch mehr digitale Dienste erforderlich sein. Das «Internet der Dinge» ist heute schon vielfach Realität geworden. Diese Entwicklungen bieten erwiesenermassen Chancen für ein Telekommunikationsunternehmen wie die Valaiscom. 

Wirtschaftliches Umfeld 

Die Wachstumsphase des Telekommunikationsmarktes ist einem totalen Verdrängungsmarkt gewichen. Preiserosionen, trotz immer höherer Leistungen, sind Tatsache geworden. Obwohl immer mehr Anbieter mit «Kampfpreisen» auf dem Oberwalliser Markt auftraten, verlor die Valaiscom verhältnismässig wenige Kunden. Die Umsatz- und Gewinnentwicklung verlief, trotz der negativ veränderten Parameter, zufriedenstellend. Die Kundengewinnung in den neu von der DANET erschlossenen Gemeinden gestaltet sich jedoch äusserst schwierig. Hier sind noch gewaltige Anstrengungen notwendig, um das grosse Ziel eines 40%igen Marktanteils (DANET) zu erreichen. 

Zusammenarbeit DANET 

Ein weiteres grosses Thema war die Erarbeitung und Synchronisation eines gemeinsamen langjährigen Businessplanes mit der DANET. Hier zeigte sich eindrücklich, dass die Migration aus Sicht der Valaiscom pragmatisch vorgenommen werden muss. Die Valaiscom wird bei diesem Thema weiterhin in sehr engem Kontakt mit der DANET stehen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Gelingen des Projektes beitragen.

Exklusive Inhalte 

Der Kabelnetzbranche ist es im letzten Jahr gemeinsam gelungen, die Schweizer Eishockeyrechte von Teleclub abzuwerben und in den nächsten fünf Jahren exklusiv auf ihrem Netz zu verbreiten. Mit der Gestaltung des neuen Sportsenders MySports bietet die Valaiscom ihren Kunden heute ein abgerundetes Sportprogramm mit über 14 Sportkanälen an. Innerhalb dieses Programmes stechen sicherlich die Schweizer Eishockey- und die deutschen Fussball-Bundesligarechte heraus. Im Bereich der exklusiven Inhalte beschäftigt die Valaiscom wie auch alle anderen Provider heute vielmehr die Situation der neu aufgekommenen Anbieter wie Netflix, Amazone usw. Diese sogenannten OTT-Anbieter wuchsen in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark und verbreiten ihre Dienste über die bestehenden Infrastrukturen der Telekommunikationsanbieter, ohne dafür eine entsprechende Entschädigung zu bezahlen. Letztlich stellt sich die Frage, inwieweit in Zukunft die Telekommunikationsanbieter in der Schweiz dazu bereit sein werden, diese Investitionskosten zu tragen, wenn gleichzeitig die Wertschöpfung für Fernsehinhalte entschädigungslos ins Ausland abfliessen? 

Weitere Projekte 

Die WLAN-Projekte in der Gemeinde Zermatt und Visp wurden weiter vorangetrieben. Die Weiterentwicklung der aufgebauten Infrastrukturen soll auch in den kommenden Jahren evolutionär vorangetrieben werden. Um auch künftig mit den Kundenansprüchen auf eine leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur Schritt halten zu können, hat die Valaiscom ihr bestehendes Netz im letzten Jahr weiter ausgebaut. Die im Jahre 2016 lancierte Einführung eines neuen Betriebssystems konnte 2017 fortegesetzt und abgeschlosen werden. 

Telekommunikationstrends 2018 

Mit dem Einstieg neuer Anbieter auf den Glasfaserinfrastrukturen kommen die Preise der bestehenden Anbieter weiter unter Druck. Die verstärkte Marktdurchdringung von sogenannten OTT-Anbietern wie Netflix, Amazon, Youtube usw. bleibt nicht ohne Einfluss auf konventionelle Anbieter und auch auf das Nutzungsverhalten von Kunden. Sprachassistenten halten Einzug in unsere Wohnungen und die künstliche Intelligenz wird sich überall finden lassen. Apps werden die Vermittler zwischen den Welten der Maschinen und der Menschen. Der Cloud-Trend setzt sich fort und immer mehr Unternehmen verabschieden sich von ihren autonomen, standortgebundenen Software-Systemen. Die Vernetzung von Dingen wie Autos oder Produktionsmaschinen im Internet der Dinge nimmt rasant zu. Die Verbindung dieser Geräte erfordert leistungsfähige Netzwerke. Diese Aufgabe soll der künftige Mobilfunkstandard 5G übernehmen, welcher Bandbreiten bis zu 1 GBit/s möglich macht – genug Bandbreite, um die vielen vernetzten Geräte ohne Engpässe zu verbinden. Erst mit 5G soll sich alles, was digitalisiert wird, auch vernetzen lassen. 

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